Nachrichten und Meinungen

Schmöller schwer gekränkt

Mit einem Vierteljahr Verspätung reagierte Altoberbürgermeister und EW-Chef Willi Schmöller auf einen Beitrag des FORUM Nr. 39:

Sehr geehrte Herren des Forums und Verfasser der „Personen und Konflikte“ in Nr. 39 der „Forum“

Aus gutem Grund war ich über 30 Jahre Mitglied im Forum Passau e.V.

Doch was Sie derzeit veranstalten und in Ihren sogenannten Forumsnachrichten verbreiten, ist schon fast unerträglich. Man hat den Eindruck, dass sich hier zwei alternde und frustrierte Kunsterzieher ein Sprachrohr gönnen, das ungestraft Gemeinheiten gegenüber unbescholtenen Personen verbreiten darf.

Hinsichtlich meiner Person möchte ich Sie dringend bitten die „skandalösen Vorgänge“ sowie „alle heute umstrittenen Personalentscheidungen und Vertragsabschlüsse“ zu benennen. Sie sollten Ihre unverschämten Äußerungen der Wahrheit anpassen oder zurücknehmen.

Derzeit lasse ich diesen Ihren Erguss juristisch prüfen, doch eine juristische Auseinandersetzung scheint unausweichlich, wenn Sie sich nicht äußern und Ihre unverschämten und ungeheuerlichen Äußerungen zurechtrücken.

Vielleicht haben Sie in Ihrer Engstirnigkeit übersehen, dass ich mittlerweile Privatperson bin und mir so einen verletzenden Schwachsinn nicht länger bieten lassen muss.

Vielleicht denken Sie einmal darüber nach und nehmen zur Kenntnis, dass es sicherlich außer Ihnen noch mehr denkende und intelligente Menschen gibt in dieser unseren schönen Stadt Passau und viele Passauer auf Ihre überheblichen und selbstherrlichen Einschätzungen und Wertungen verzichten können.

Willi Schmöller
Dipl. Betriebswirt
Altoberbürgermeister

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Dieser Brief bezieht sich auf folgenden Absatz: „Weil wir schon bei den städtischen Töchtern sind: Es wird zwar ein skandalöser Vorgang nach dem anderen aufgedeckt, seltsames Stillschweigen herrscht aber bei der Ursachenforschung. Das FORUM wundert sich, dass in diesem Zusammenhang der Vater der städtischen Töchter nicht kritischer hinterfragt wird. Der nämlich war der Initiator für die Auslagerung wichtiger Stadtgeschäfte auf pseudomarktwirtschaftliche Tochterfirmen und hieß Willi Schmöller. In seine Amtszeit fielen alle heute umstrittenen Personalentscheidungen und Vertragsabschlüsse. Schont man Schmöller, weil man glaubte, ihn als Retter der Europäischen Wochen zu brauchen? Oder liegt es gar an seinem damaligen stellvertretenen Bürgermeister. Der hieß nämlich Jürgen Dupper.                                                                          17. August 2010

Nachrichten und Meinungen

Welterbe mit Wehmut

Das Forum Passau wird selbstverständluch den Vorstoß, die Dreiflüssestadt und ihre Landschaft in die Welterbe-Liste aufzunehmen, unterstützen. Kritisch wurde in der Juni-Sitzung angemerkt, dass das Kultur- und Naturerbe Passau leider in der Vergangenheit bedauerliche Eingriffe erlitten (Neue Mitte, Ilzstadtverbauung) habe.

Bereits im Jahr 1994 hatte sich das Forum für ein "Welterbe Passau" stark gemacht.                                              16. Juni 2010

Vorstandschaft wiedergewählt

Die bestehende Spitze des Forum Passau, darunter Vorsitzender Friedrich Brunner und sein Stellvertreter Peter Zieske, wurde bei der Jahreshauptversammlung für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege will man gegen die Pläne der Verlegers kämpfen, der im historischen Stadtkern eine Schwebeseilbahn von der Altstadt zum Oberhausberg führen möchte.
Über die 140-jährige Geschichte der Eisenbahn in und um Passau und deren Zusammenhang mit verschwundenen oder noch bestehenden Ausflugslokalen und Wirtshäusern berichtete in einem eindrucksvollen Lichtbildvortrag Stadtarchivar Richard Schaffner.
In seiner letzten Amtsperiode will sich Forum-Chef Brunner vor allem darum bemühen, ein jüngeres Team für die Nachfolge an der Spitze aufzubauen. Zur aktuellen Diskussion um die Bewerbung der Dreiflüssestadt zum "Weltkulturerbe," verlas er einen Beitrag der Forumszeitschrift aus dem Jahre 1994: Die heutigen Eiferer hätten sich damals als Bremser erwiesen. Vor dem Bau des Schandflecks "Neuen Mitte" seien die Chancen noch gut gestanden, dieses auch dem hochwertigen Tourismus dienende Prädikat zu erhalten.
                                                                                                                                                                                    20. Apr. 2010

Der Tanzboden zieht um

Der Schärdinger Tanzboden aus der Jahrundertwende ist gerettet, leider nicht in Passau, aber für die Nachwelt. Das Gebäude soll abgebaut,  zwischengelagert und später im Museumsdorf Finsterau neben dem Wirtshaus "D`ehrn"  aufgebaut und seinem ursprünglichen Zweck zugeführt werden. Der neue Nachbar des Tanzboden wurde erbaut 1840, stand als Straßenwirtshaus in Kollnburg (Landkreis Regen), wurde 1976 abgebrochen und drei Jahre später im Museumsdorf aufgebaut.
                                                                                                                                                                                  16. Mrz.  2010

Die Oberhaus-Seilbahn

Die Donauhänge und die grünen Hügel als "Fassung der Donauperle" müssen vor weiteren Einschnitten bewahrt werden.  Die Bergstation zerstört die unberührte Landschaft im Bereich des ehemaligen Klösterchens "Bergfried", die Talsstation bedeutet einen massiven Eingriff in den denkmalgeschützen Bereich der Altstadt. Mit Auto, Pendelbus und zu Fuß kann jeder die Burg erreichen. Es handele sich um den erneuten Vorstoß des Zeitungsverlegers Diekmann, der offenbar nur das private Interesse hat, den Immobilienwert seines seit Jahren verfallenen Café zu steigern, hieß es in der Diskussion.
Es gibt übrigens ein ausführliches Gutachten des Landesamtes für Denkmalpflege aus dem Jahr, 2002 das sich eindeutig gegen den Bau der Seilbahn ausspricht. Kein einziger Tourist mehr werde wegen einer Seilbahn nach Passau kommen. Das technische Bauwerk wäre, so mahnte der Vorsitzende Fritz Brunner, der zweitgrößte Schandfleck nach dem Kapfingerturm. 
                                                                                                                                                                                  23. Febr  2010

Das Grenzlandkaufhaus

Die Wiener Eigentümerin erteilte dem Landesamt für Denkmalpflege eine Absage, das Objekt zu besichtigen. Wenigstens die Fassade wird nun geschützt. Das Gebäude in der Ludwigsstraße ist ein einmaliger Beleg für "sachlichern Jugendstil.". Das vorgesehene Gutachten für das Innenleben konnte nun nicht erstellt werden. Beantragt wurde  die denkmalpflegerische Untersuchung vom Forum Passau.                                                                                                                           23. Febr  2010

ARCHIV

Neu: Blick in alte
Forums-Zeitungen

„Lasst uns das Unwiederbringliche und Unersetzbare erhalten, sonst werden wir in einigen Jahren erwachen und feststellen, dass wir unser Erbe verschleudert haben“. Mit diesem Leitspruch trat das Forum Passau den 80er Jahren an. In den Archivausgaben finden sich Themen über Bausünden und Kulturbarbarei: Wir schütteln den Kopf über die Fehler von damals und stellen erschrocken fest, dass wir daraus nichts gelernt haben. Zum Archiv                                                17. Oktober 2007

30 Jahre Denkmalpflege in Passau – Wozu?

Der oberste Denkmalpfleger Dr. Matthias Üblacker vom Landesamt in München verabschiedet sich mit einem kritischen Rückblick von seinem Wirkungskreis. „30 Jahre Denkmalpflege in Passau – Wozu?“, lautet das Thema seines Gastvortrags am Mittwoch, 2. Mai 2007, 20 Uhr in der Universität Passau, Hörsaal 14 des Juridicums (Innstraße 39, EG links). "In der zur Zeit vom Strukturwandel erschütterten Stadt Passau ist die Meinung eines kompetenten Fachmannes sicher nicht nur für Architekten und Denkmalpfleger interessant", kündigt der Vorstand diese Veranstaltung als Höhepunkt des Jahresprogramms an.                                                         12. April 2007

Forum stellt Standort
der Löwen in Frage

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Zankl,

Auch nach mehrmaligen Ortsbesichtigungen erscheint uns die Aufstellung der beiden Löwen bei der Neugestaltung des Ludwigsplatzes als willkürlich und wenig überzeugend. Weder von oben, also von der Dr.-Hans-Kapfinger-Straße, als auch von der Fußgängerzone aus ergeben sich Blickachsen; die sinnvolle Erinnerung an eine Torsituation ist nicht gegeben.

Da wir in der nächsten FORUMs - Zeitung über dieses Problem berichten wollen, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns die gestalterischen Gründe nennen könnten, die für die jetzige Aufstellung maßgebend waren.

Wir sind der Überzeugung, dass eine frühzeitige Einbindung der Kompetenz eines Vereins wie dem FORUM eine für die Bürger befriedigendere Lösung gefunden worden wäre.

Mit freundlichen Grüßen

Friedrich Brunner, Peter Zieske                                                                                                                           26. März 2007

Vom Turmschauen
und Schöntrinken

Der alte Männerscherz, dass man sich Frauen schön trinken kann, hat nun eine Parallele in der Passauer Stadtpolitik. Mit aller Gewalt, zum Beispiel einem Medien-Overkill und dem Einsatz prominenter Politiker, wird die Neue Mitte schön geredet. Dabei wird ausgenutzt, dass viele Bürger natürlich gezwungen sind, die Kapfinger-Bauwerke zu besuchen; und vom obersten Stockwerk ist der Blick eben auch deshalb wunderschön, weil man von dort den städtebaulichen Missgriff nicht sieht. Ausgenutzt wird bei der Charmeoffensive auch, dass man die Kritik natürlich nicht bis in alle Ewigkeit gebetsmühlenhaft wiederholen kann.
Wahr bleibt aber trotzdem: die Neue Mitte ist ein städtebauliches Fiasko, wie es Gerhard Matzig von der SZ beschrieben hat. Vor allem der braune Längsriegel, der u.a. Kik beherbergt, ist Nichtarchitektur.

Der von der Neuen Mitte ausgelöste Strukturwandel wird für die Passauer zur selben Erfahrung führen, wie das Schöntrinken: Einem bösen Erwachen.

Friedrich Brunner                                                                                                                                                       7. März 2007

Brief an das Eisenbahn-Bundesamt:
Sinnvolle Vernetzung  nicht zerstören!

Der Vorstand des Forum Passau setzt sich weiterhin vehement für die Passauer Stadtbahn ein:  In einem Schreiben vom 22. Februar 2007 an das Eisenbahn-Bundesamt in Bonn heißt es: "...Gerade die schon bestehenden Bahntrassen ließen sich wegen der schwierigen topographischen Lage der Stadt Passau gut dazu nutzen, durch eine Stadtbahn den Individualverkehr zu reduzieren. Bahn, Bus, Schiff und Individualverkehr könnten sinnvoll vernetzt werden. Im Zuge der zunehmenden Diskussion um CO2- und Feinstaubbelastungen halten wir es für unverantwortlich und kurzsichtig, bestehende Bahninfrastruktur zu zerstören...."                                   -mehr-

Abriss als Warnung

Zu den Berichten über eine Stadtbahn:

Die Diskussionen und Leserbriefe der vergangenen Wochen zeigen, dass Befürworter und Gegner aneinander vorbeireden. Das Forum Passau fordert daher die Einrichtung einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Heinz Rosenberger, der parteiüber-greifend Ansehen genießt und auf umfangreiche Erfahrung bei der Leitbildentwicklung zurückgreifen kann. Gegner und Befürworter aller Parteien und interessierten Gruppierungen sollten dann alle Fragen von Finanzierbarkeit, Streckenführung, zur Verfügung stehende Zeit auf den DB-Gleisen von der Voglau zum Hauptbahnhof, Feinstaub in der Innenstadt, Verkehrsströme, Altersentwicklung usw. abklären. Erst auf dieser Grundlage kann eine vernünftige und fundierte Entscheidung gefällt werden. Als Warnung sollte uns der Abriss des denkmalgeschützten Silos in der Racklau vor einigen Jahren dienen. Nach dem Abriss hätte ein Interessent für Schüttgüter wieder einen Silo benötigt, ein Wiederaufbau kam aus Kostengründen nicht in Frage. Ein Industriedenkmal war sinnlos geopfert worden.

Günther Bosaniy und Peter Zieske
Forum Passau

Bahnstrecke oder Radweg?

Bahn frei für die Bahn

Von WILLI SPLITTER

Die Regionalbahn scheint niemand zu interessieren. In Freyung z.B. scheitert ein Bürgerentscheid am Quorum; eine knappe Mehrheit dieser Minderheit ist für einen Radweg. Dabei kann die Alternative nicht Radwege oder Erhalt der Bahn heißen.                                                                                                                                                                             -mehr-


Die Konzerthauslüge

Man erinnere sich: Alt-OB Schmöller machte den engagierten Passauern Dultumzug und NiHa-Abriss deshalb schmackhaft, weil er ein architektonisch herausragendes Konzerthaus auf dem Exerzierplatz versprach. Um dies zu finanzieren wollte man ein kleines (!) Kaufhaus akzeptieren. Was aus diesen Versprechen geworden ist, davon gibt die jetzige                           -mehr-

Personen und Konflikte

  • Gestaltungsbeirat in Passau zu sein ist zur Zeit kein wirklich befriedigender Job. So sehr sich die Herren Prof. Ferdinand Stracke, Prof. Herbert Meyer-Sternberg und Architekt Peter Riepl auch bemühen, wirklich erfolgreich sind sie nicht. Aus der von ihnen initiierten, silbernen Metallhülle der Zentralgarage                           -mehr-